Storm

Die Aufnahmen zu diesem Album wurden unter der drückenden Schwüle eines Spätsommers auf den Bermudas begonnen, in einem Studio auf den schneebedeckten Höhen eines Berges bei Woodstock vervollständigt und schließlich in einem Manhattaner Frühling abgemischt, der zwischen irrwitzigen Hitzewellen und Sturmböen mit heftigem Regen, Hagel und Schnee wechselte. Es war schon irgendwie klar, das Wind und Wetter nicht nur den Titel von Heather Novas fünftem Studioalbum beeinflussen würden.

Ein solches Album hatte Heather schon seit geraumer Zeit machen wollen, ein Album, bei dem Songs, Klang und Produktion durch eine konsequente Einfachheit verknüpft werden. Beim Hören ihrer persönlichen Lieblingsalben kam Heather auf die Idee, ihre Songs in Zusammenarbeit mit einem anderen Künstler sowohl als Koproduzenten als auch Musiker weiter zu entwickeln; bereits ihre beiden letzten Alben waren mit einer bunten Mischung von Musikern und Produzenten verwirklicht worden.

Mit der Atmosphäre, die Mercury Rev auf ihren Alben vermitteln, waren sie die beste Wahl. Beide Bands hatten sich bereits im vergangenen Sommer auf Tour getroffen und hatten schon unter dem Management von Heathers britischem Label, Big Cat Records, ein Album aufgenommen. Es war eine Idee wie aus einer fernen Vergangenheit, als das Musikgeschäft noch mit Künstlern, die Musik machen, zu tun hatte, und nicht so wie heute, wo Vertragsklauseln solche Initiativen bereits im Keim ersticken oder aber musikalische Zusammenarbeit zwischen Künstlern von ihren Labels in der Hoffnung hoher Umsätze initiiert werden.

... und so kam es, dass der zweite Teil der Aufnahmen in den Allaire Studios stattfand, in mehreren tausend Metern Höhe auf einem Berg bei Woodstock, wo jeden Tag zwischen 15 und 60 Zentimeter Schnee fielen. Wenn das Album ein Film wäre, würde man mit einer Komposition der ersten Hälfte von "Die blaue Lagune" und der zweiten Hälfte von "Shining" konfrontiert sein.

Die Musik floss frei und schnell dahin, die "Divine Sparks" schafften die erwünschte Atmosphäre, führten die Produktion mit sanfter Hand und spielten außer bei zwei Songs bei allen Stücken mit: "Storm" wo Heather alleine auftritt und "Everytime", ein Soloauftritt des Gitarristen der Patti Smith Group, Lenny Kaye, der seit vielen Jahren ein "Fan" von Heather ist.

Laut Heather können die Songs auf dem neuen Album locker in zwei Kategorien eingeordnet werden: solche, die eine Geschichte erzählen, wie "Fool For You" und "One Day In June", und solche wie "Aquamarine", die nur Textur sind, Landschaften, Augenblicke im Fluss der Zeit. Heather sagt: "Wenn ich eine Zusammenfassung des Albums geben sollte, würde ich sagen, es handelt von Versuchung, Verlangen und Schuld. Der Albumtitel "Storm" deutet auf ein Verlangen hin, Situationen zu einer Entscheidung zu führen, oft gerade aus einer emotionalen Blockade heraus, in der Hoffnung, dass Probleme gelöst werden können. Die Wetterbedingungen während der Aufnahmen haben sicher ihr Übriges zu der Atmosphäre von Isolation, das auf der Platte zu spüren ist, beigetragen."

"Storm" wird am 25. August veröffentlicht. Heather wird in der zweiten Augusthälfte mit kompletter Band auf verschiedenen europäischen Festivals zu sehen sein, um im Anschluss daran von September bis Ende November eine ausgedehnte Europa-Tour zu unternehmen. Dann aber mit einer reduzierten Truppe und in kleineren, intimeren Locations als bei vorherigen Touren.


Heather Nova Storm
     
let's not talk about love
you left me a song
drink it in
river of life
one day in june
storm
i wanna be your light
aquamarine
all i need
everytime
fool for you
     
VÖ: 25.08.2003   © 2003 - Sony Music